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CodeMeter 8.40a Anwenderhilfe

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Überblick über TMR

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Zentrale Aspekte der Architektur des Triple Mode Redundancy (TMR)-Verbundes sind:

Hohe Verfügbarkeit: Ein Serverausfall oder eine Störung führen nicht zu einem Ausfall (Redundanz der Infrastruktur).

Lizenzkontrolle: Es sind alle gekauften Lizenzen ständig verfügbar (zusammengehörige Lizenz auf verteilten Servern).

Aufbau von TMR-Lizenzen

Jede Lizenz wird dreifach ausgestellt und dabei mit einer speziellen Kennung, der TMR-Id versehen. Die TMR-Id wird verwendet, um die drei zusammengehörenden Lizenzen eindeutig zu identifizieren.

Die drei Lizenzen sind in drei verschiedene CmContainer programmiert, die aber alle die gleiche CmActId besitzen. Der TMR-Verbund verbindet nur CmContainer mit gleicher CmActId zu einem virtuellen CmContainer. Der Anwender sieht nur diesen einen virtuellen CmContainer. Virtuelle CmContainer haben eine konfigurierbare, in der Regel zufällig erzeugte Seriennummer mit dem neuen Maskenbyte 131, also z.B. 131-59885682.

Selbstverständlich können auch aus drei CmDongles ein solcher virtueller CmContainer gebildet werden; auch in diesem Fall hat der virtuelle CmContainer eine Seriennummer, die mit 131 beginnt.

2-aus-3-Konzept

Damit eine TMR-Lizenz gültig und somit verfügbar ist, muss eine Mehrheit von mindestens zwei der drei zusammengehörenden Lizenzen verfügbar sein. Ist nur eine der drei Lizenzen vorhanden, taucht die TMR-Lizenz nicht im virtuellen CmContainer auf.

Aufbau der Systeme

Der TMR-Verbund besteht insgesamt aus fünf Servern, die in der Regel als virtuelle Maschinen betrieben werden. Als Schnittstelle zu den Clients wird ein zweifach vorhandener TMR-Server bereitgestellt, der von den Clients unter einer virtuellen IP-Adresse erreicht werden kann.

Der TMR-Server baut die virtuellen CmContainer und die darin befindlichen TMR-Lizenzen auf Basis der CmContainer an den drei nachgelagerten CodeMeter Backend-Servern auf.

Virtuelle IP-Adresse

Im Firmennetz ist der TMR-Verbund unter einer einzigen, virtuellen IP-Adresse erreichbar. Über die virtuelle IP-Adresse werden alle Anfragen an den 'Aktiv'-TMR-Server geleitet. Dieser hat beim Start der Netzwerkinfrastruktur, also dem Switch, mitgeteilt, dass er neben seiner eigenen IP-Adresse auch die Pakete von der festen, virtuellen IP-Adresse empfangen möchte.

Ein zweiter, nicht-aktiver 'Standby'-TMR-Server übernimmt die Rolle des 'Aktiv'-TMR-Server sobald der aktive TMR-Server nicht mehr erreichbar sein sollte. Bewerkstelligt wird dies über den Keepalived-Daemon, der auf beiden TMR-Servern installiert und eingerichtet ist.

Dazu ist es notwendig, dass der 'Standby'-TMR-Server stets über den aktuellen Zustand des 'Aktiv'-TMR-Servers informiert ist. Daher schickt der 'Aktiv'-TMR-Server immer sofort alle Veränderungen seines Zustands an den 'Standby'-Partner. Das sind die Konfiguration des Systems selbst inklusive der konfigurierten virtuellen CmContainer, der aktuellen Lizenzbelegung sowie aller Handles, die an den nachgelagerten CodeMeter Backend-Servern belegt sind.

Systembedingt kommt es bei einer solchen Umschaltung aufgrund eines Fehlers oder auch wegen Wartungsarbeiten zu einer kurzen Unterbrechung von wenigen Sekunden und ggf. zu einzelnen Paketverlusten.

Linux TMR-Server

Der auf dem TMR-Server laufende TMR-Dienst ist eine komplette Neuentwicklung, die eingehende CodeMeter API-Calls kompatibel bis hin zur ersten CodeMeter-Version mit Universal Firm Code, der Version 6.10, unterstützt. Das System ist ein originales Debian-Betriebssystem, auf das dann frei verfügbare Softwarepakete sowie der TMR-Dienst aufgespielt werden.

Hinter den beiden TMR-Servern laufen drei nachgelagerte CodeMeter Backend-Server, die entweder unter Linux oder Windows betrieben werden können.